Neutronensterne zählen zu den extremsten Objekten im Universum. Nun haben sich drei Wissenschaftler die sogenannte Quarkmaterie genauer angeschaut und ihre thermodynamischen Eigenschaften untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Schallgeschwindigkeit in Neutronensternen mehr als 60 Prozent der Lichtgeschwindigkeit betragen könnte. (2. Januar 2026)
Ein Planet dominiert zu Jahresbeginn den Nachthimmel: Der Gasriese Jupiter steht am 10. Januar in Opposition zur Sonne. Ansonsten machen sich Planeten eher rar: Venus, Mars und Merkur sind nicht zu sehen, Saturn nur am Abend. Die Erde durchläuft am 3. Januar den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Der Himmel ist geprägt von den Sternen des Winters. (1. Januar 2026)
Traditionell blickt astronews.com am Ende eines Jahres zurück auf einige herausragende Ereignisse aus Astronomie, Astrophysik und Raumfahrt aus den vergangenen zwölf Monaten - in diesem Jahr bereits zum 27. Mal, schließlich ist dieser Online-Dienst seit 1999 online. Auch 2025 gab es wieder Spannendes zu berichten. (31. Dezember 2025)
In der Woche vor Weihnachten hat die europäische Raumfahrt mit einer Premiere einen wichtigen Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit im Weltraum getan: Vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana wurden zwei Galileo-Satelliten an Bord einer Ariane-6-Rakete in eine Umlaufbahn gebracht. Es war der erste Start von Galileo-Satelliten mit der neuen Trägerrakete. (30. Dezember 2025)
Moderne Großteleskop und Experimente in Teilchenbeschleunigern produzieren ungeheure Datenmengen, deren Auswertung immer komplexer wird. Doch könnten sich gerade in diesen Daten Antworten auf zahlreiche Rätsel aus Physik und Astronomie verbergen. Nun soll eine neue Generation fortschrittlicher KI-Tools bei der Auswertung helfen. (29. Dezember 2025)
Wie hat sich die Strahlungsleistung der Sonne in der Vergangenheit entwickelt und haben diese Änderungen eventuell Einfluss auf das irdische Klima? 1993 kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass die Gesamtstrahlungsleistung der Sonne seit Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich angestiegen ist. Ein neuer - und jetzt ausgezeichneter - Blick auf die alte Studie zeigt: ein Irrtum. (23. Dezember 2025)
Die von Einstein vorhersagte Existenz von Gravitationswellen konnte vor zehn Jahren erstmals direkt nachgewiesen werden. Nun hat sich ein Physiker Gedanken über ein spannendes Experiment gemacht, mit dem sich Gravitationswellen nicht nur nachweisen, sondern auch manipulieren lassen. Würde dies gelingen, wäre das ein Hinweis auf die Existenz von Gravitonen. (22. Dezember 2025)
Das Weltraumteleskop Hubble hat um den nur 25 Lichtjahre entfernten Stern Fomalhaut die Entstehung zweier gewaltiger Staubwolken beobachtet, die vermutlich durch Zusammenstöße kilometergroßer Objekte in dem jungen Planetensystem des Sterns entstanden sind. Auch in unserem Sonnensystem könnten sich solche Kollisionen einst ereignet haben. (19. Dezember 2025)
Die ESA-Ministerratskonferenz hat Ende November auch den weiteren Fahrplan für die Weltraummission Vigil beschlossen. Der Sonnenspäher soll 2031 starten und aus einer bisher ungenutzten Beobachtungsposition auf unseren Zentralstern schauen. Auf diese Weise könnte sich die Vorwarnzeit vor Sonnenstürmen um bis zu fünf Tage verlängern. (18. Dezember 2025)
Vor genau 15 Jahren – im Dezember 2010 – fiel der Startschuss für eine bis heute währende Erfolgsgeschichte: Die deutsche TanDEM-X-Mission begann mit den operationellen Aufnahmen zur Erzeugung eines globalen Höhenmodells der Erde. Inzwischen ist dieses einzigartige Produkt weltweiter topographischer Standard. Eine Nachfolgemission wird auch schon geplant. (17. Dezember 2025)
Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array in der chilenischen Atacamawüste gehört mit seinen 66 Teleskopen zu den leistungsfähigsten Forschungsanlagen der Welt. Durch neu entwickelte, extrem rauscharme Verstärker bekam ALMA nun ein entscheidendes Upgrade, das den Empfang von Radiostrahlung mit bisher unerreichter Empfindlichkeit ermöglichen soll. (16. Dezember 2025)
Mit der Gründung des DLR-Instituts für Frontier Materials auf der Erde und im Weltraum bündelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seine Kompetenzen in der Materialforschung. Dadurch öffnet sich ein neues Kapitel in der Entwicklung zukunftsweisender Werkstoffe und Herstellungsprozesse – auf der Erde und im All. (15. Dezember 2025)
Am Sonntagvormittag erreicht der Meteorstrom der Geminiden sein jährliches Maximum. Der Sternschnuppenstrom gilt als zuverlässigster und aktuell aktivster Schauer im Jahresverlauf und in diesem Jahr stört auch der Mond die Beobachtungen nicht. Ein Blick an den Himmel in der Nacht auf Sonntag könnte sich also überall dort lohnen, wo das Wetter mitspielt. (12. Dezember 2025)
Bisher schienen die Planeten in unserem Sonnensystem einer bestimmten Ordnung zu folgen: Nach den Gesteinsplaneten im inneren Sonnensystem kamen mit Jupiter und Saturn zwei Gasriesen und schließlich mit Uranus und Neptun zwei Eisriesen. Ein Forschungsteam stellt dies nun infrage: Die Zusammensetzung von Uranus und Neptun könnte felsiger und weniger eisig sein als bisher angenommen. (11. Dezember 2025)
Durch Experimente am DESY in Hamburg hat ein Forschungsteam neue Hinweise auf eine schichtartige Struktur im inneren Erdkern gefunden. Offenbar können sich dadurch Erdbebenwellen je nach Ausbreitungsrichtung unterschiedlich schnell bewegen. Die Ergebnisse könnten eine Erklärung für lange Zeit rätselhafte seismische Anomalien im Erdinneren liefern. (10. Dezember 2025)
Ein internationales Forschungsteam hat jetzt eine Galerie mit Bildern von 51 Trümmerscheiben in extrasolaren Planetensystemen vorgestellt, die mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope der ESO gewonnen wurden. Die Bilder erlauben einen Einblick in die Geschichte unseres Sonnensystems und verraten zudem, in welchen Systemen sich noch unentdeckte Planeten verbergen könnten. (9. Dezember 2025)
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