Der kurzperiodische Komet 12/P Pons-Brooks wird immer heller und könnte gegen Ende des Monats nach aktuellen Vorhersagen mit bloßem Auge sichtbar werden. Momentan findet man ihn am Abendhimmel tief im Nordwesten im Sternbild Fische. Am besten benutzt man zur Suche ein gutes Fernglas an einem Ort mit wenig Lichtverschmutzung. Man erkennt ihn als diffus nebeliges, evtl. leicht grünliches Objekt mit hellem Zentrum. Pons-Brooks besucht uns alle 71 Jahre und war erst der zwölfte Komet, dessen Periodendauer man bestimmt hat, daher auch seine Bezeichnung. Sein sonnenfernster Punkt liegt etwas außerhalb der Neptunbahn, sein Perihel, das er am 21.4. erreichen wird, liegt bei nur 0,8 Astronomischen Einheiten (Entfernung Erde-Sonne). Sein Orbit hat eine große Neigung gegenüber der Erdbahnebene von 74° und kreuzt die Erdbahn nicht. Er wurde nach seinen Entdeckern Jean-Louis Pons (1812) und Walter Brooks (Wiederentdeckung 1883) benannt, obwohl er bereits im Jahr 1385 als Schweifstern beobachtet worden ist. Das Bild unseres Astrofotografen Martin Sponsel vom 8. März zeigt bereits alle typischen Komponenten eines Kometen in Sonnennähe: Die grünliche Koma, den bläulichen Plasmaschweif und den weißen Staubschweif.

Komet 2024
Bild: Martin Sponsel


astronews.com - Aktuelle Meldungen

  • Gravitationswellen: Wurde Signal durch eine Gravitationslinse verändert?
    Ein Gravitationswellensignal, das am 23. November 2023 von den beiden LIGO-Detektoren in den USA aufgefangen wurde, deutete auf die Verschmelzung zweier ungewöhnlich massereicher Schwarzer Löcher als Quelle hin. Jetzt legt eine neue Studie nahe, dass diese Gravitationswellen uns nicht ungestört erreicht haben könnten, sondern durch eine Gravitationslinse verändert wurden. (16. September 2026)
  • FLEX: Satellit nimmt Photosynthese der Pflanzen ins Visier
    In der vergangenen Nacht wurden mit FLEX und Sentinel-3C zwei neue europäische Erdbeobachtungssatelliten in einen Erdorbit gebracht. Mit FLEX soll erstmals die Photosyntheseaktivität von Pflanzen aus dem Weltall erfasst werden. Dabei werden auch Daten der Mission Sentinel-3 von Bedeutung sein. Für beide Satelliten beginnt nun zunächst die mehrwöchige Inbetriebnahme. (15. September 2026)
  • HyImpulse: Mit Kerzenwachs in den niedrigen Erdorbit
    Das DLR beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde an der Firma HyImpulse, die 2018 aus dem DLR-eigenen Institut für Raumfahrtantriebe ausgegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt eine neue Orbitalrakete mit einem Hybridantrieb. Die Feststoffkomponente basiert dabei auf umweltfreundlichem Paraffin. Das Unternehmen will nun eine erste Orbitalrakete mit dem Antrieb entwickeln. (14. September 2026)
  • Gravitationswellen: Wie künstliche Intelligenz bei der Signalanalyse helfen könnte
    Wie lassen sich Gravitationswellen schnell und sicher in den Daten von Gravitationswellendetektoren erkennen? Diese Frage dürfte sich insbesondere dann stellen, wenn das geplante Einstein-Teleskop in Betrieb geht. In Aachen plant man nun eine Signalanalyse in Echtzeit. Helfen sollen dabei künstliche Intelligenz und spezielle Hardware. (11. September 2026)
  • Sonne: Auch unsere Sonne ist zu Superflares fähig
    Sonnenähnliche Sterne können in gigantischen Strahlungsausbrüchen mehr Energie freisetzten als Billionen Wasserstoffbomben. Jetzt wurden neue Hinweise dafür präsentiert, dass auch unsere Sonne zu solchen Superflares fähig ist. Sonnenflecken können dabei häufig Ausgangspunkte von Strahlungsausbrüchen sein. Der riesige Sonnenfleck von 1947 etwa hatte genug Energie, einen Superflare auszulösen. (10. September 2026)
  • CTAO: Gammastrahlen von zwei Standorten aus im Visier
    Bis 2031 wird ein neues Observatorium zur Detektion von Gammastrahlen entstehen – mit je einem Standort auf der Nord- und der Südhalbkugel der Erde. Mithilfe der Gammastrahlen sollen Quellen kosmischer Strahlung, Dunkle Materie und Relikte des Urknalls aufgespürt werden. Deutsche Einrichtungen sind mit wichtigen Beiträgen beteiligt. (9. September 2026)
  • AG-Tagung: Die Entstehung kosmischer Strukturen
    München und Garching zählen zu den bedeutendsten Zentren der astronomischen Forschung in Deutschland. In dieser Woche veranstaltet die Astronomische Gesellschaft in Garching ihre traditionelle Herbsttagung. Einer der Höhepunkte sind gleich zu Beginn die Preisverleihungen: Die renommierte Karl-Schwarzschild-Medaille erhielt diesmal Prof. Dr. Marta Volonteri. (8. September 2026)
  • SPECTRUM: Zweiter Start der SPECTRUM-Rakete erfolgreich
    Am Wochenende ist die Trägerrakete SPECTRUM der Firma Isar Aerospace SE zu ihrem ersten Weltraumflug von Andøya in Norwegen aus gestartet. Sie beförderte fünf Kleinsatelliten und ein Experiment ins All. Es war erst der zweite Startversuch der privatwirtschaftlich entwickelten Trägerraketen, die mit dabei helfen soll, Europa einen unabhängigen Zugang zum Weltraum zu sichern. (5. September 2026)
  • CanSat: Die Dosensatelliten sollen wieder starten
    Die Bewerbungsphase für den 13. Deutschen CanSat-Wettbewerb 2026/27 hat begonnen. Im Rahmen des Wettbewerbs entwickeln Schulteams einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose, der während der Startkampagne zwei wissenschaftliche oder technische Missionen erfüllt. Die Bewerbungsfrist endet am 4. Oktober 2026. (4. September 2026)
  • XENONnT: Teilchendetektor entdeckt solare Neutrinos mit niedriger Energie
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der XENON-Kollaboration haben erstmals niederenergetische solare Neutrinos beobachtet, die im Teilchendetektor XENONnT an Elektronen streuen. Die Messung erweitert die Grenze direkter Neutrino-Beobachtungen bis hinunter zu Neutrino-Energien von etwa 17 Kiloelektronenvolt (keV) – der niedrigsten jemals erreichten Neutrino-Energieschwelle. (3. September 2026)
  • Wettersatelliten: Erstes Trio der neuen Meteosat-Satelliten komplett
    Mit dem Start des Wettersatelliten MTG-I2 in der vergangenen Woche ist das erste Trio der Meteosat-Third-Generation-Satelliten komplett. Der neue Satellit dürfte die Schnelligkeit und Genauigkeit der Wetterbeobachtung und der kurzfristigen Wettervorhersage in Europa deutlich verbessert. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme wird er als Meteosat-14 seinen Dienst versehen. (2. September 2026)
  • Der Sternhimmel im September 2026: Abschied vom Abendstern und Herbstanfang
    Endspurt für den Sommer 2026: Am Himmel sind zwar noch immer die Sommersternbilder auszumachen, doch macht sich auch der Herbst mit seinen Sternbildern immer deutlicher bemerkbar. Am 23. September ist es dann soweit - der kalendarische Herbst beginnt. Bei den Planeten heißt es Abschied nehmen von der Venus als Abendstern. (1. September 2026)
  • Nancy Grace Roman: Neues Weltraumteleskop erfolgreich gestartet
    Das NASA-Weltraumteleskop Nancy Grace Roman ist gestern erfolgreich ins All gestartet. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Erforschung von Dunkler Materie und Dunkler Energie. Ein zweiter Schwerpunkt sind extrasolare Planeten. Einige will man auch direkt mit einem Koronographen abbilden. Ein wichtiger Beitrag dazu stammt aus Deutschland. (31. August 2026)
  • Merkur: Kruste des sonnennächsten Planeten entstand durch starken Vulkanismus
    Die Kruste des sonnennächsten Planeten Merkurs dürfte aus stärker aufgeschmolzenem vulkanischem Material entstanden sein als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis von Laborexperimenten, die eine präzisere Auswertung von Beobachtungsdaten erlaubten. Dies ist insbesondere nach der bevorstehenden Ankunft der Sonde BepiColombo bei Merkur von Bedeutung. (28. August 2026)
  • Mond: Eine fast totale Mondfinsternis für Frühaufsteher
    Rund zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis ist morgen, am 28. August 2026, von Mitteleuropa wieder eine Finsternis zu sehen: Diesmal jedoch ist es der Mond, der den Kernschatten der Erde durchläuft. Die gute Nachricht: Man benötigt für die Beobachtung keine Finsternisbrille, die schlechte: Die Mondfinsternis findet am frühen Morgen statt. (27. August 2026)
  • ISS: Effizienteres Muskeltraining im All
    Intensives Sporttraining im All hilft Astronautinnen und Astronauten, den durch die Schwerelosigkeit bedingten Abbau von Muskeln und Knochen zu reduzieren. Ein besonderer Trainingsanzug soll den Trainingseffekt durch elektrische Impulse auf die Muskulatur weiter steigern. Bei einem Experiment auf der ISS wird dieser Effekt nun überprüft. (25. August 2026)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)